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Wir haben uns entschieden, die Weltreise mit einem Around-the-World Ticket (RTW) anzutreten. Was uns dazu bewogen hat und was man in diesem Zusammenhang bedenken sollte, fassen wir hier in einem ersten Erfahrungsbericht zusammen. Sobald wir unsere Reise angetreten haben und das RTW-Ticket live im Einsatz ist, werden wir bestimmt nochmals darüber berichten.

Warum Reisen wir mit einem Around-the-World Tarif?

Eine Weltreise über mehrere Monate zu planen, kann sich zu einem Gross-Projekt entwickelt, wo sich einem im Laufe der Planung immer wieder neue Detailfragen auftun. In Bezug auf die Routenplanung war es uns wichtig, stets möglichst flexibel agieren zu können und nicht die ganze Reise am Schreibtisch festzulegen. Wir möchten möglichst viel Raum für Spontanes offen lassen und uns an äussere Bedingungen – speziell dem Klima -  anpassen können. Sollte es uns an einer Destination sehr gefallen, bleiben wir länger oder reisen im anderen Fall früher weiter. Wir spielten anfänglich mit dem Gedanken, nur den ersten – oder vielleicht auch noch den zweiten – Flug von zu Hause aus zu buchen und uns dann spontan weiter zu bewegen, das heisst jeweils vor Ort die Anschlussflüge im Internet oder per Telefon zu buchen. Grösstenteils würde dies wohl ganz gut funktionieren, vor allem auf den stark frequentierten Strecken dürften auch preiswerte Spontanflüge verfügbar sein. Die Tarife dürften jedoch stark schwanken und der eine oder andere Flug, der für eine Weltumrundung nötig ist, könnte ganz schön ins Geld gehen. Und da sind wir bei den Kosten. Diese Reise-Variante kann unter Umständen sehr teuer werden, zumindest lässt sich nicht gut budgetieren.

Die Around-the-World Tarife der grossen Flugallianzen bieten hier einige klare Vorteile für unsere Ausgangslage. Aufgrund der Wunschdestinationen haben wir uns ausschliesslich mit den Angeboten von Star Alliance und Oneworld auseinandergesetzt. Je nach Routenplanung ist das eine oder andere Produkt geeigneter, denn jeder Anbieter eines RTW-Tickets gibt das Streckennetz vor. Hier eine kurze Zusammenfassung der beiden grössten Anbietern Star Alliance und Oneworld:

Star Alliance Around-the-World Tarif 

  • Möglich 1269 Flugziele in 193 Länder  mit 26 Fluggesellschaften und mehr als 18'000 Flügen täglich
  • Maximal 16 Flugabschnitte auf einem RTW-Ticket
  • Bis maximal 15 Zwischenstopps sind erlaubt
  • Bis maximal 5 Landstrecken (Surface) können eingeplant werden; diese zählen als Abschnitte
  • Reisedauer: maximal bis zu einem Jahr

    Positiv: Viele teilnehmende Fluggesellschaften; beste interkontinentale Anbindung an Afrika; gute Abdeckung von Neuseeland und Südsee-Inseln mit Air NewZealand 
    Weniger positiv: keine Flüge innerhalb Australiens; keine Direktverbindung zwischen Südamerika und Australien (nur über Nordamerika) 

Oneworld Around-the-World Tarif

  • Möglich fast 1000 Flugziele in 150 Ländern mit 15 Fluggesellschaften und mehr als 14'000 Flügen täglich
  • Maximal 16 Flugabschnitte auf einem RTW-Ticket
  • Bis maximal 15 Zwischenstopps sind erlaubt
  • Reisedauer: maximal bis zu einem Jahr

    Positiv: gut geeignet für Island Hopping im Südpazifik; Verbindung von Chile über Osterinseln nach Tahiti; Direktverbindung von Südamerika nach Neuseeland/Australien mit LAN & Quantas; gutes Streckennetz in Lateinamerika mit LAN; Flüge innerhalb Australiens
    Weniger positiv: Keine Abdeckung innerhalb Afrikas; keine Direktverbindungen Afrika-Südamerika; keine Direktflüge zwischen Hawaii und Neuseeland (in unserem Fall wichtig)


Man muss sich bei beiden Tarifen global gesehen an eine Reiserichtung halten und sowohl Atlantik wie auch Pazifik müssen einmal überqueren werden. Weiter gilt der Tarif nur, wenn die Flüge in der gebuchten Reihenfolge angetreten werden; Änderungen an der Reiseroute sind kostenpflichtig falls sie im Rahmen der oben erwähnten Einschränkungen überhaupt noch möglich sind.  Die Route muss schliesslich zwingend zum Ausgangsland zurückführen. Für welchen Anbieter man sich letztlich entscheidet ist vor allem abhängig von der Reiseroute. 

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Wir haben uns unterdessen  intensiv mit der Routenplanung auseinandergesetzt und können sagen, dass wir einige Monate vor Reisebeginn schon eine recht definitive Reiseroute festgelegt haben. Sie führt uns von Europa nach Südamerika und dann weiter über die USA nach Ozeanien und Südostasien.

Wir haben unsere Reiseroute zwar mal soweit fertig, wissen jedoch noch nicht, wie lange wir an den einzelnen Destinationen bleiben werden. Wer will sich da  schon für ein halbes Jahr festlegen. Wir planen mal grosszügig voraus. 

So richtig geht es auf unserer Weltreise in Frankfurt los; dort nämlich, wo unser Around-The-World-Ticket startet. Von Europa aus geht es direkt in die 12-Millionen-Metropole Sao Paulo, wo wir einige Tage verbringen und uns an die Zeitumstellung und die brasilianische Hitze anpassen können. Nach einem Abstecher bei den Iguazu-Wassefällen geht die Reise weiter in die Hauptstadt Argentiniens und dann quer durchs Land nach Westen und zu den Sehenswürdigkeiten in Patagonien. Auch Santiago de Chile werden wir uns anschauen bevor wir über Lima nach Ecuador weiterreisen. Nebst dem Festland planen wir dort auch einen Abstecher auf die Galapagos-Inseln. 

Den südamerikanischen Kontinent verlassen wir schliesslich Richtung US-Westküste. Los Angeles, Las Vegas und San Francisco sind unsere Ziele auf dem US-Festland und dass solls dann auch schon wieder gewesen sein mit winterlichen Temperaturen; weiter nach Hawaii. Sollte unsere Zeitplanung sich tatsächlich bewahrheiten, sind wir an Weihnachten auf einer der Hawaii Inseln und reisen im neuen Jahr weiter nach Auckland in Neuseeland.

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